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Einsatz konkret:

Das Fallbeispiel Globudent.

 

Ein Beispiel für den Einsatz der GutachterInnen gibt der Verfahrenskomplex Globudent. Dabei war die Gewährung von Barrückvergütung, sog. "Kick back Leistungen", durch Dentallabore an Zahnärzte Gegenstand eines bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal geführten Ermittlungsverfahrens.

 

Das Dentallabor hatte seinen Kunden bei der Lieferung von Zahnersatz einen Rabatt in Höhe von 20 % auf die Nettoleistungssumme (Arbeitswert ohne Materialkosten und Mehrwertsteuer) eingeräumt. Möglich waren diese Rabatte, weil der Zahnersatz kostengünstig in einem Dentallabor in Hong Kong gefertigt worden war.

 

Da der Zahnarzt nach der bestehenden Rechtslage grundsätzlich verpflichtet ist, Rabatte von Dentallaboratorien an die Krankenkasse oder den Patienten weiterzugeben, kam die direkte Gewährung eines Preisnachlasses zu Gunsten der Zahnärzte nicht in Betracht.

 

Um die Auszahlung der Rabatte an die Zahnärzte dennoch zu realisieren, stellte das Dentallabor den Zahnärzten Rechnungen, die auf den abrechnungsfähigen Höchstbetrag (BEL II) erhöht waren. Die Zahnärzte beglichen die Rechnungen des Dentallabors, reichten die Rechnungen an die Kassenzahnärztliche Vereinigung und Patienten zur Liquidation weiter und veranlassten diese zur Zahlung des vollen Rechnungsbetrags.

 

Am Monatsende erhielten die Zahnärzte von Außendienstmitarbeitern des Dentallabors dann jeweils Barrückvergütungen i.H.v. 20 % der Nettoleistungssumme ausbezahlt.

 

Die Medien befassten sich mit diesem Fall eingehend. Die Artikel sind inzwischen jedoch wieder offline.

 



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