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Ärzte sind Mediziner, keine Verwaltungsmenschen.

Weshalb Vorsatz nicht in jedem Fall logisch ist.

 

Die komplizierten Systemregularien mit Abrechnungen nach Leistungsziffern und Kostenerstattung nach Punkten führen häufig zu nicht vorsätzlichen Fehlern; eine Anklage wegen Betrugs wäre in solchen Fällen nicht gerechtfertigt.

 

So nutzen viele Ärzte aus demselben Grund das Angebot externer Dienstleister und lassen diese die Abrechnungen tätigen. Verantwortlich bleibt der Arzt, auch wenn der Abrechnungsfehler durch den Dienstleister entstanden ist.

 

 


 

Die Unterscheidung zwischen Betrug und Versehen, Fehler und Vorsatz, berührt deshalb nicht nur medizinische Fachgebiete und das gesamte Abrechnungswesen neben der Rechtsprechung:

 

Die Diskreditierung eines Berufstandes ist auszuschließen.

 

Wird ein Arzt heute wegen Abrechnungsbetrug angeklagt, ruft dies großes Medieninteresse hervor. Kommt es aufgrund nachgewiesener Unschuld oder wegen eines Verfahrens- bzw. Ermittlungsfehlers zum Freispruch bzw. der Einstellung des Verfahrens, hat der Mediziner dennoch erhebliche Einbußen, sowohl finanziell als auch in seinem Ansehen. Mehr noch: Ein ganzer Berufsstand leidet mit.

 

Der Ermittlungsqualität ist deshalb in diesem Bereich große Verantwortung zuzuweisen. Die Gutachter, deren Einsatz durch medi-transparent organisiert wird, wissen das und differenzieren sehr genau: Nicht jede Auffälligkeit stellt tatsächlich einen Betrug dar.

 

 

 



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